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Solar
Spätestens seit der Ölkrise
in den Siebziger Jahren ist klar, daß konventionelle Energieträger nicht
ewig reichen werden, daß sie teuer werden und werden müssen. Die alarmierenden
Auswirkungen auf die Umwelt, die der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas mit sich
bringt, kennt jeder - die Stichworte lauten "CO2-Ausstoß" und
"Treibhauseffekt". Viele Kaufentscheidungen werden mittlerweile mit diesem
Wissen im Hinterkopf getroffen: Stromsparende Haushaltsgeräte erhalten den
Zuschlag vor Stromfressern, und bei der Heizung, die rund 80 Prozent des
häuslichen Energieverbrauchs ausmacht, setzen mehr und mehr Menschen auf
erneuerbare Energien. Dazu zählen vor allem Sonnenenergie und Erdwärme.
Beide lassen sich mit einfachen Mitteln für den Hausgebrauch nutzbar machen.
Denn im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte ist um die Nutzung regenerativer
Energien eine leistungsfähige Branche aus Herstellern und Dienstleistern
entstanden, die Hardware und Software in reicher Auswahl zur Verfügung
stellen kann.
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Strom und Wärme kann man aus der auch in unseren Breiten
ausreichend vorhandenen Sonneneinstrahlung gewinnen. Eine Anlage mit einer
Spitzenleistung von 1kW braucht etwa 10m² Dachfläche für die Solarzellen.
Um den jährlichen Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie abzudecken - 1.400
bis 2.000kWh - muß die Anlage 2kW leisten, also gut 20m² Dachfläche belegen.
Die Kosten betragen um die 20.000 Euro. Tatsächlich geben manche Anbieter von
Solartechnik schon Ertragsgarantien, denn auch bei bedecktem Himmel ist die
Produktion noch beachtlich.
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Ideale Ergänzung dazu ist
die solarthermische Anlage, die die Wärme- und Wasserversorgung übernimmt
(Heizen mit Strom wäre alles andere als wirtschaftlich). Eine
Wärmeträgerflüssigkeit, wegen der Frostgefahr in unseren Breiten eine
Mischung aus Glykol und Wasser, durchströmt einen Kollektor und erhitzt
sich dabei. Der Kollektor, in der Regel auf dem Hausdach angebracht, kann
ein flacher Aluminiumkasten mit transparenter Abdeckung sein oder auch eine
luftleere Glasröhre, die als Sonnenfalle fungiert. Der Wärmeträger fließt
durch isolierte Leitungen in den Brauchwasserspeicher, wo er die Energie
über einen Wärmetauscher ans Brauchwasser abgibt - es kann geduscht,
gebadet, gespült werden. Abgekühlt wird er wieder dem Kollektor zugeführt.
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In den Sommermonaten
kann eine Anlage zur Brauchwassererwärmung die konventionelle Heizung
sowie die Wassererwärmung komplett ersetzen, in der kälteren Jahreszeit
das Heizwasser zumindest vorwärmen. Schon 4 bis 6m² Kollektorfläche
reichen aus, um übers Jahr ca. 60% des Warmwasserbedarfs zu decken, mit
8 bis 15m² kann die Anlage dazu zur Heizungsunterstützung eingesetzt
werden. Die Kosten betragen zwischen 3.000 und 7.500 Euro. Das sind
natürlich Beträge, die nicht jeder aus der Portokasse bezahlen kann.
Daher muß man sich nach entsprechenden Fördermitteln umsehen: vom Bund,
von den Ländern, den Kommunen und einzelnen Energieversorgungsunternehmen.
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 (Quelle: Elektro Markt)
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